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    <subtitle type="html">Neues aus Dystopia</subtitle>
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            <name>High Tech Lowlife</name>
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        <published>2009-12-15T23:31:00Z</published>
        <updated>2009-12-16T21:00:55Z</updated>
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        <title type="html">Meine diesjährige Konsumartikelzuteilung</title>
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                <p>Dieses Mal scheine ich ja echt Glück zu haben. Das Zentralkomitee für Jahresendkonsum hat mir allerhand Waren zugeteilt, mit denen sich prima ein neuer PC bauen lassen sollte. Den Artikeln nach zu urteilen wird es wieder weg vom &quot;Gaming Rig&quot; gehen und eher so etwas wie eine Workstation werden. So ein bisschen wie ein Atom-U-Boot auf Schleichfahrt... massig Firepower an Bord, dabei aber flüsterleise.</p> 
<p>Essentiell für dieses Vorhaben ist natürlich eine passiv gekühlte Grafikkarte. Dass damit der blanke Gamerwahnsinn von vornherein ausscheidet, ist irgendwie klar, aber erstens war ich sowieso nie richtiger &quot;Gamer&quot;, und zweitens bin ich wahrscheinlich langsam eh zu alt für sowas.</p> 
<p>Deshalb: <a href="http://www.theinquirer.net/inquirer/review/1431899/gigabyte-gv-n98tsl-reviewed" target="_blank">Gigabyte GV-N98TSL</a></p> 
<p>Geräuschlos, riesiger Texture-Speicher und sicher genug Leistungsreserven für, äh, die Desktop-Effekte von KDE4.</p> 
<p>Wo soll die aber draufgesteckt werden? Seit kurzem kommen ja laufend <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Intel_P55" target="_blank">P55</a>-Mainboards raus. Recht günstige, und teilweise sicher sehr gute Boards. Aber irgendwie war mir das dann doch alles zu mainstreaming, zu consumer-grade-mäßig. Wenn ich mir <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Intel_QuickPath_Interconnect" target="_blank">QuickPath Interconnect</a> mal so laienhaft anschaue, habe ich zumindest das diffuse Gefühl, es könnte sich evtl. um ein anständiges Design handeln. Das wirkt doch alles sehr high-endig, also rein damit in die <em>Workstation</em>. Einen Unterschied beim Arbeiten merken werde ich damit gegenüber einer P55-Plattform sicherlich nicht. Aber geht's darum?? Eben.</p> 
<p>Die Wahl des X58-Mainboards fällt dann relativ unspektakulär aus: Das <a href="http://ht4u.net/reviews/2009/intel_x58_mainboard_roundup/index8.php" target="_blank">Asus P6T Deluxe V2</a> und der direkte Vorgänger kommen gerne zum Einsatz, wann immer ein i7 auch übertaktet werden soll. Damit will ich es zwar dieses Mal wirklich nicht übertreiben, aber Stock Speed kommt nicht in Frage. Da könnt ich mir den PC ja gleich vom Blödmarkt holen.</p> 
<p>Aushalten müssen werden das ein <a href="http://farm4.static.flickr.com/3577/3329736998_a53773c5cf.jpg" target="_blank">Bloomfield i7-920</a> (was sonst?) und <a href="http://www.technic3d.com/article-822,1-corsair-xms3-dominator-6gb-kit-ddr3-1600-cl8.htm" target="_blank">drei Speicherriegel von Corsair</a>. 6 GB müssen ja echt reichen. Für die Kühlung der CPU wird dabei der bewährte <a href="http://www.hartware.de/review_691.html" target="_blank">Thermalright Ultra-120 Extreme</a> sorgen. Bei einem eher moderaten Overclock sollte es im Near-Idle-Betrieb (also für 99% meiner Anwendungsfälle, hehe) ausreichen, wenn der 120er-Fan da nur ein bisschen hinfächelt. Das wiederum passt super in das angestrebte Silent-Konzept.</p> 
<p>Da mir erst neulich mal wieder (grrrr) ein beQuiet-Netzteil abgeraucht ist, habe ich bereits ein neues, das ich auch weiterverwende. Das <a href="http://www.driverheaven.net/reviews.php?reviewid=891" target="_blank">Corsair HX650W</a> bietet für die geplante Plattform Power ohne Ende, einen laut Spec guten Wirkungsgrad und ist kaum hörbar.</p> 
<p>Eine neue Platte soll dann auch noch rein, eine WD Caviar Black, die 500er reicht da. Mehr Platz oder gar RAID brauche ich nicht, denn wozu hat man einen Fileserver. OK, ein RAID-0 könnte Performance bringen. Ist mir aber zu viel Stress, stattdessen kommt die Platte in ein <a href="http://www.quietpc.com/gb-en-gbp/products/harddrivesolutions/smartdrive-neo-qq" target="_blank">Smart Drive Neo</a>, damit ich die bitte gar nicht mehr höre.</p> 
<p>Eigentlich bräuchte ich dann nur noch einen weniger nervigen Monitor. Der seit kurzem hier stehende Samsung 2494LW macht sich nämlich einen Spaß daraus, immer wieder neue Frequenzen&#160; hervorzubringen, auf denen er mich pfeifend, summend und brummend malträtiert. (So alt bin ich wohl doch noch nicht, da ich die Störgeräusche ja immerhin noch <em>höre.</em>) Bei voll aufgedrehter Helligkeit ist er natürlich leise, aber rausgebrannte Netzhäute sind noch schlimmer als schleichender Wahnsinn durch Pfeifgeräusche, also halte ich diese im Moment tapfer aus.&#160; Ist es eigentlich so schwierig, einen großen Flachbildschirm zu bauen, den man nicht hört? Spätestens wenn der PC dann fast lautlos ist, wird mir der Monitor nämlich so dermaßen auf den Sack gehen, dass ich Ebay einschalten muss. Vielleicht kommt als Ersatz ein <a href="http://www.prad.de/new/monitore/test/2009/test-lg-w2442pa.html" target="_blank">LG W2442PA</a>, mit dem bin ich im Büro ganz zufrieden. Ich hoffe nur, den gibt's dann auch mal irgendwo in schwarz...</p> 
<p>Egal, ich übertöne das Pfeifen jetzt mit Musik und lasse sich das Jahr einmal wieder mit einer Hardwarebestellung dem Ende zuneigen. Kann es denn ein schöneres Ritual geben? Schade halt, dass man das eigentlich nur so alle drei Jahre sinnvoll machen kann.<br /></p> 
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        <link href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/37-Facebook-mit-aufgeraeumter-und-werbefreier-Oberflaeche.html" rel="alternate" title="Facebook mit aufgeräumter und werbefreier Oberfläche" />
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            <name>High Tech Lowlife</name>
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        <published>2009-12-13T03:21:26Z</published>
        <updated>2009-12-13T03:21:26Z</updated>
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        <title type="html">Facebook mit aufgeräumter und werbefreier Oberfläche</title>
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                <p>OK, ist ja schon arg lame, dass ich, jetzt wo hier überhaupt mal wieder was steht, ausgerechnet ständig über Facebook schreibe. Aber die <a href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/35-Facebooks-Trojanisches-Pferd-Die-neuen-Privacy-Settings.html" target="_blank">Änderungen der letzten Tage</a> ergeben das halt.</p> 
<p>Zu den Privacy-Features werde ich jetzt gar nicht so viel sagen. Ich will da noch das ein oder andere testen. Stattdessen stelle ich hier kurz etwas vor, das quasi ein Abfallprodukt meiner Beschäftigung mit der Site in letzter Zeit ist.</p> 
<p>Ich verwende, wie vermutlich viele Firefox-Anwender, schon seit einiger Zeit <a href="https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/1865" target="_blank">Adblock Plus</a> zum Ausblenden von Werbung. Das spart Bandwidth und schont die Nerven. Bedauerlicherweise leidet dabei auch das Layout mancher Sites ein wenig, so auch das von Facebook.</p> 
<p>Die Lösung ist ein alternatives Stylesheet. Mit dem Firefox-Addon &quot;<a href="https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/2108" target="_blank">Stylish</a>&quot; lassen sich solche modifizierten Layouts leicht für verschiedene Sites installieren und verwalten. Ich habe gar nicht viele ausprobiert, sondern bin gleich bei &quot;<a href="http://userstyles.org/styles/19777" target="_blank">Stylish Facebook</a>&quot; geblieben. Das rückt nicht nur diverse durch Adblock verschobene Positionierungen wieder zurecht, sondern blendet neben der Werbung noch weitere eher lästige Elemente aus, z. B. die Filtereinstellungen für News bzw. Live Feed und die &quot;Suggestions&quot;, die oft im rechten Rand erscheinen. Natürlich lassen sich diese Ausblendungen auch deaktivieren, wofür man allerdings ein paar Zeilen in der Definition des Styles auskommentieren muss. <br /></p> 
<p>Das Resultat ist ein übersichtliches, werbefreies Facebook mit sinnvoll, d. h. für Content, genutzem Screen Real Estate. Ein paar dezente Effekte gibt es als Sahnehäubchen oben drauf, etwa leichte Schatten an Profilbildern.</p> 
<p>Die Installation ist einfach: Zuerst das <a href="https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/2108" target="_blank">Addon</a> installieren, Firefox neu starten, dann zum <a href="http://userstyles.org/styles/19777" target="_blank">Style</a> gehen, evtl. JavaScript aktivieren und den Style direkt von der Seite weg installieren. Facebook sollte unmittelbar danach deutlich aufgeräumter daherkommen.<br /></p> 
<p>Man sollte eben nie vergessen, dass man als Benutzer des Webs rein technisch gesehen die volle Kontrolle darüber hat, welche Informationen in das Netz übermittelt und aus dem Netz geholt werden - und natürlich auch auf welche Weise man diese Informationen dann weiterverarbeitet oder darstellt.<br /></p> 
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        <link href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/36-Nach-Kritik-Facebook-schraubt-ein-bisschen-an-Privacy-Controls-rum.html" rel="alternate" title="Nach Kritik: Facebook schraubt ein bisschen an Privacy Controls rum" />
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        <published>2009-12-10T18:37:34Z</published>
        <updated>2009-12-10T23:46:44Z</updated>
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        <title type="html">Nach Kritik: Facebook schraubt ein bisschen an Privacy Controls rum</title>
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                <p>Wie vergangene Nacht <a href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/35-Facebooks-Trojanisches-Pferd-Die-neuen-Privacy-Settings.html" target="_blank">kommentiert</a>, hat Facebook neue Datenschutz-Einstellungen verfügbar gemacht. Dafür hagelte es reichlich Kritik (<a target="_blank" href="http://www.netzpolitik.org/2009/facebooks-neue-privatsphaere-einstellungen/">netzpolitik.org</a>, <a target="_blank" href="http://www.techcrunch.com/2009/12/09/facebook-privacy/">TechCrunch</a>, <a target="_blank" href="http://www.eff.org/deeplinks/2009/12/facebooks-new-privacy-changes-good-bad-and-ugly">EFF</a>).</p> 
<p>Eine Spontanreaktion von Facebook besteht nun, wie im <a target="_blank" href="http://blog.facebook.com/blog.php?post=197943902130">aktuellen Blog-Posting</a> erklärt, im Entfernen des Links zum Anzeigen der Freundesliste in den Suchergebnissen. Einer der wesentlichen Kritikpunkte bezog sich ja genau darauf - dass die Freundeslisten nun plötzlich jedem zugänglich sind.</p> 
<p>Man möchte meinen, das würde eines der Hauptprobleme des Updates lösen, aber Äußerungen wie diese (im selben Posting) tragen nicht gerade zur Transparenz und zum Vertrauen in die neuen Datenschutz-Features bei:</p> 
<p><em>&quot;Keep in mind, however, that because Friend List is publicly available,
it will be visible to people who are viewing your profile while not
logged in.&quot;</em></p> 
<p>Genau das ist das Problem. Bestimmte Teile des Facebooks-Profils wurden kurzerhand als &quot;öffentlich zugänglich&quot; deklariert. Selbst wenn also der Link in den Suchergebnissen entfernt wurde, ist überhaupt nicht klar, inwiefern diese Informationen noch über andere Wege abrufbar sind, was &quot;öffentlich&quot; also konkret bedeutet.</p> 
<p>Auf die entfernte Option zum Kontrollieren der Zugriffsrechte von Applikationen wird im Blog gar nicht eingegangen. Nach <a target="_blank" href="http://www.facebook.com/policy.php">Facebooks Definition</a> von &quot;öffentlich&quot; haben aber grundsätzlich alle Applikationen Zugriff auf entsprechende Informationen. Das würde bedeuten, dass die Freundesliste derzeit zwar herumsurfenden Einzelpersonen vorenthalten wird, nicht jedoch einer Applikation, die systematisch und automatisiert Freundeslisten auswertet. Hmm, was ist wohl gefährlicher...</p> 
<p><strong>Update:</strong> Ob bzw. inwiefern solche Applikationen existieren, ob sie zulässig wären (möglicherweise verbieten Facebooks Geschäftsbedingungen sie) - das fällt mir schwer zu beurteilen. Unnötig ein Bedrohungsszenario auszumalen ist sicherlich nicht hilfreich. Leider scheint es aber im Moment auch keine klaren Aussagen zu geben, die solche Befürchtungen vollständig ausräumen würden. Im Raum stehen letzten Endes schlicht die geänderten Datenschutzbestimmungen. Und die besagen, dass bestimmte Teile des Profils &quot;öffentlich zugänglich&quot; sind, was jetzt eben auch technisch umgesetzt wurde.<br /></p> 
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        <link href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/35-Facebooks-Trojanisches-Pferd-Die-neuen-Privacy-Settings.html" rel="alternate" title="Facebooks Trojanisches Pferd: Die neuen Privacy-Settings" />
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            <name>High Tech Lowlife</name>
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        <published>2009-12-09T23:36:00Z</published>
        <updated>2009-12-13T04:15:47Z</updated>
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                <p>Da surfe ich heute so auf Facebook rum, plötzlich werde ich dazu aufgefordert, die&#160; schon vor ein paar Tagen angekündigten neuen Privacy-Settings auszuprobieren. Ich hatte schon länger auf das Feature gewartet, für jedes einzelne Posting Zugriffsrechte vergeben zu können, und stürzte mich deshalb gleich darauf.</p> 
<p>Zunächst mal das Positive: Das neue Feature gibt es tatsächlich, man kann jetzt bei jedem Posting einstellen, wer es sehen darf. Leider kann man das anscheinend nicht mehr im Nachhinein ändern, hätte ich bei ein paar früheren Postings vielleicht ganz gerne die Einstellungen nachträglich gelockert. Lobenwert finde ich auch, dass die Seite mit den Datenschutzeinstellungen jetzt übersichtlicher und zusätzlich kennwortgeschützt ist.</p> 
<p>Nun aber zu den Problemen, die ich für gravierend halte:</p> 
<p>Zunächst einmal wurden mir für einige meiner ziemlich restriktiven Einstellungen wesentlich weniger strenge Alternativen vorgeschlagen. Die musste ich einzeln wieder auf &quot;Old Settings&quot; (oder so ähnlich) setzen, um nicht große Teile meines Profils dem ganzen Internet zu öffnen. Dieses Verfahren halte ich zumindest für äußerst unanständig. Die Benutzer sollen hier meiner Meinung nach ganz klar dazu verleitet werden, ihre Datenschutzeinstellungen zu lockern.</p> 
<p><strong>Also: </strong>Beim ersten Aufruf der neuen Einstellungen unbedingt prüfen, ob noch alles passt!</p> 
<p>Als nächstes stellte ich beim testweisen Anzeigen meines Profil als &quot;Everyone&quot; fest, dass plötzlich <strong>jeder</strong> meine Friends List&#160; und meine Pages sehen kann! Auch für das Geschlecht und das Profilbild habe ich keine Einstellung zum Einschränken der Sichtbarkeit mehr gefunden.</p> 
<p>Das ist, sehr vorsichtig ausgedrückt, ziemlich gewagt von Facebook. Ich halte die Friends List für eine der sensibelsten Informationen in einem sozialen Netzwerk. Wird es privat genutzt (anders als z. B. XING), kann diese Liste in unterschiedlichster Form Aufschluss über Details des Privatlebens einer Person geben. Andererseits leben solche Netzwerke natürlich auch davon, dass man Leute <strong>über</strong> andere Leute findet. Mit der Einstellung &quot;Only Friends of Friends&quot; für die Sichtbarkeit meiner Friends List konnte ich daher bisher ganz gut leben. Ich hielt das für einen sinnvollen Kompromiss. Leider geht das jetzt nicht mehr, die Friends List ist für das ganze Internet einsehbar. Für viele Leute, die aus verschiedensten, aber sicher immer sehr guten, persönlichen Gründen ihre&#160; umfangreiche Liste bisher geheim gehalten haben, muss das eine Katastrophe sein. Ein wahrer Datenschutz-GAU.</p> 
<p>Man kann die Liste zwar <a href="http://dotrights.org/what-does-facebooks-privacy-transition-mean-you#_Friend_List" target="_blank">aus der Profil-Anzeige entfernen</a>, jedoch bleiben die Friends auch danach in den Suchergebnissen sichtbar. Facebook-Nutzern, für die eine nicht öffentliche Friends List unverzichtbar ist, scheint derzeit nur übrig zu bleiben, den Account ganz zu deaktivieren. <strong>Update: </strong>Man kann auch erst einmal festlegen, nicht mehr global über die Suche auffindbar zu sein. Ich habe das jetzt mal auf &quot;Friends of Friends&quot; gesetzt.<br /></p> 
<p>Doch damit nicht genug. Die &quot;Pages&quot;, also Seiten von Produkten, Organisationen, Künstlern, etc. deren &quot;Fan&quot; man auf Facebook geworden ist, sind nun ebenfalls für jeden sichtbar! Auch das halte ich für extrem problematisch. In der Regel lassen sich aus diesen Mitgliedschaften allerhand Vorlieben, Interessen und Neigungen ablesen. Konsumverhalten, aber durchaus auch Dinge wie politische Positionen könnten damit ausgewertet und vermutlich sehr einträglich genutzt werden.</p> 
<p>Meine Reaktion war - aus Protest, aber natürlich auch weil ich diese Informationen einfach so schnell wie möglich aus dem öffentlichen Internet entfernen wollte - meine immerhin 18 Pages zu verlassen. Einige von diesen hatten mich in den letzten Monaten mit interessanten Meldungen direkt in meinem News Feed versorgt - ein sehr angenehmer Service, auf den ich jetzt erst einmal verzichten muss.</p> 
<p><strong>Auch hier gilt: </strong>Wer nicht möchte, dass seine Pages-Mitgliedschaften für jedermann öffentlich sind, muss diese Pages aufgeben. Ich persönlich hoffe ja, dass möglichst viele genau das tun werden. Vielleicht kommt Facebook auf diese Weise wieder zur Vernunft.</p>
<p><strong>Ergänzung (13.12.): </strong>Natürlich war die Mitgliedschaft in Fanseiten schon immer insofern öffentlich, als auf jeder dieser Seiten angezeigt wird, wer da alles Mitglied ist. Das ist aber schon noch einmal etwas anderes, als die Verfügbarkeit einer vollständigen Liste aller Mitgliedschaften für jeden einzelnen Benutzer.<br /></p> 
<p><a href="http://dotrights.org/what-does-facebooks-privacy-transition-mean-you" target="_blank">Hier gibt es eine gute und kritische Analyse</a> der neuen Features mit konkreten Tipps zu optimalen Einstellungen (Englisch).</p> 
<p><strong>Update: </strong><a href="http://www.eff.org/deeplinks/2009/12/facebooks-new-privacy-changes-good-bad-and-ugly" target="_blank">Wie ich gerade bei der EFF gelesen habe</a>, wurde auch die Option entfernt, mit der man der Weitergabe seiner Daten an Facebook-Apps widersprechen konnte. All das, was nun von Facebook als &quot;öffentlich&quot; deklariert wurde, kann also von jeder Applikation abgegriffen werden. Dazu braucht sie nur jemand aufzurufen, der auf der eigenen Friends List steht. Ich hatte diese Option immer aktiviert, und ihre Entfernung stellt eine weitere gravierende und meiner Meinung nach genau kalkulierte Einschränkung des Datenschutzes auf Facebook dar.</p> 
<p><strong>Update: </strong>Langsam kommen auch die ersten kritischen Stimmen in der deutschen Presse. Während das Handelsblatt gestern noch eher <a href="http://www.handelsblatt.com/technologie/it-internet/online-netzwerk-facebook-verbessert-schutz-der-privatsphaere;2496808" target="_blank">Facebooks Pressemeldung wiedergab</a>, übt Focus Online zumindest schon einmal <a href="http://www.focus.de/digital/internet/facebook-unfreiwillige-offenheit-statt-privatsphaere_aid_461819.html" target="_blank">verhaltene Kritik</a>.<br /></p> 
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            <name>High Tech Lowlife</name>
                    </author>
    
        <published>2009-12-06T12:48:45Z</published>
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                <p> <!-- s9ymdb:15 --><a onclick="F1 = window.open('/uploads/images/ineffable_mysteries.jpg','Zoom','height=610,width=615,top=242.5,left=660,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes'); return false;" href="http://blog.hightech-lowlife.org/uploads/images/ineffable_mysteries.jpg" class="serendipity_image_link"><!-- s9ymdb:15 --><img width="110" height="109" src="http://blog.hightech-lowlife.org/uploads/images/ineffable_mysteries.serendipityThumb.jpg" style="border: 0px none ; float: left; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" class="serendipity_image_left" /></a>Ich habe Shpongle, das Musikprojekt von <a target="_blank" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Simon_Posford">Simon Posford</a> (<a target="_blank" href="http://www.discogs.com/artist/Hallucinogen">Hallucinogen</a>, <a target="_blank" href="http://www.twistedmusic.com/">Twisted Records</a>) und <a href="http://is.gd/5hbWN" target="_blank">Raja Ram</a> <span style="text-decoration: underline;"></span>(<a target="_blank" href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Infinity_Project">Infinity Project</a>, <a target="_blank" href="http://www.myspace.com/tipworldrecords">TIP Records</a>), mit seinem ersten Album &quot;<a target="_blank" href="http://www.discogs.com/Shpongle-Are-You-Shpongled/master/7815">Are You Shpongled?</a>&quot; kennengelernt. Veröffentlicht 1998, gilt es inzwischen als Meilenstein im Bereich des &quot;<a target="_blank" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Psybient">Psybient</a>&quot;, des Stils also, der klangliche Elemente von Goa und <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Psychedelic_Trance">Psytrance</a> aufgreift, sich aber eher für kontemplativ-psychonautische Couch-Sessions als die kosmische Open-Air-Extase eignet. &quot;Are You Shpongled?&quot; überzeugt durch seine Kompromisslosigkeit, sein unmittelbares und eindeutiges Triggern psychedelischer Schaltkreise im Gehirn des Hörers. Es funktioniert mit der Direktheit eines Kernspintomographen. Wie Atomkerne im Magnetwechselfeld richten sich die vorgelockerten Synapsen an den Oszillationsfrequenzen der Klangmatrix aus - ein ziemlich gewaltsamer Prozess, aber äußerst fokussierend, reinigend. Das Album gilt in dieser Hinsicht auch als unerreicht, sowohl im mittlerweile vier Longplayer umfassenden Shpongle-Opus, als auch innerhalb des Genres.<br /><br />Etwas Ähnliches könnte man aber auch über das drei Jahre später releaste &quot;<a target="_blank" href="http://www.discogs.com/Shpongle-Tales-Of-The-Inexpressible/master/7822">Tales of the Inexpressible</a>&quot; sagen. Gleich einhellig zum &quot;Instant Classic&quot; erklärt, unterscheidet es sich doch stark vom Debut. Es klingt &quot;organischer&quot;, d. h. es bewahrt die einzigartige Grundsignatur, reiht sich aber mit Gesang und Ethnoelementen ein klein wenig eher zwischen anderen Ambient-Produktionen ein, als der sperrige Vorgänger. Obwohl ich die &quot;Tales of the Inexpressible&quot; insgesamt etwas geringer schätze als &quot;Are You Shpongled?&quot;, habe ich sie vermutlich schon deutlich häufiger laufen lassen. Aufmerksames Zuhören ist hiermit genauso möglich, wie angenehme Hintergrundbeschallung.<br /><br />Mit &quot;<a target="_blank" href="http://www.discogs.com/Shpongle-Nothing-Lasts-But-Nothing-Is-Lost/master/7831">Nothing Lasts... But Nothing Is Lost</a>&quot; kam 2005 dann eine abermals völlig andere Veröffentlichung. Das Album ist ein Nachruf auf den 2000 verstorbenen <a target="_blank" href="http://deoxy.org/mckenna.htm">Terence McKenna</a>, der laut Posfords eigener Aussage zu seinen wichtigsten Einflüssen gehört. Dies zu glauben fällt nicht schwer, denn in der Musik von Shpongle wimmelt es sozusagen geradezu von den &quot;jeweled, self-dribbling basketballs&quot; und &quot;self-transforming machine elves&quot;, über die McKenna nach seinen DMT-Reisen berichtete. Das Album selbst hat mit seinen zwanzig ineinander übergehenden Tracks ebenfalls starken &quot;Reise-Charakter&quot; und wirkt dabei angemessen nachdenklich und ernst. Ich wurde damit nicht auf Anhieb warm, aber irgendwie schaffte es &quot;Nothing Lasts&quot;, sich zu meinem heimlichen Shpongle-Favourite hochzuarbeiten. Es kommt hier einfach eine Menge zusammen, im Kontext von McKennas Tod, der aktuellen Situation auf diesem Planeten und der Reflexion über den eigenen unbedeutenden Part, den man bei alldem spielt - schwer zu beschreiben.<br /><br />Seit einigen Wochen ist nun das von den Fans schon über zwei Jahre lang aufgeregt erwartete vierte Album erhältlich. &quot;<a target="_blank" href="http://www.discogs.com/Shpongle-Ineffable-Mysteries-From-Shpongleland/release/1986939">Ineffable Mysteries from Shpongleland</a>&quot; vermochte allerdings zunächst nicht so recht zu zünden bei mir. Zu lasch, zu viel &quot;World Music&quot; und &quot;New Age&quot;, zu wenig Frontalangriff auf meine Neutrotransmitterfabriken.</p> 
<p>Die Hörsituationen bei der ersten Annäherung waren aber auch bewusst beiläufig - am PC, beim Aufräumen. In der U-Bahn mit dem iPod. Mit einem bestimmten Setting hatte ich bislang nämlich noch gewartet, denn ich wollte das Album schon etwas kennen, bevor ich es mir wirklich konzentriert anhörte. Bequem auf der Couch liegend, mit geschlossenen Augen. Auf einigermaßen anständigem Equipment. Laut!<br /><br />Dieses elektroplasmatische Monster, das da plötzlich aus den Boxen herausgestapft kam, traf mich dann auch etwas unerwartet. &quot;Electroplasm&quot; heißt der erste Track, der mit seinen orientalischen Ethno-Sounds zunächst an das Material auf &quot;Tales of the Inexpressible&quot; erinnert. Da war es wieder, dieses Saiteninstrument, das mich mit seiner eher simplen Melodie bisher irgendwie nicht überzeugen wollte. Jetzt aber vibrierte es vor mir im Raum, die von ihm abgezupften Töne verglühten und legten sich wie schwerer Opiumrauch auf die akustische Bühne. OK, das waren jetzt 10 Euro in die Kasse für schwülstige Musikreview-Formulierungen... Jedenfalls offenbarte sich mir hier zum ersten Mal, wie perfekt dieses Album produziert ist. Die Dramatik des Openers entwickelt sich dann auch absolut Shpongle-typisch. Auf sehr zufrieden stellende Weise kommt es im Grunde zu einer Synthese aus den beiden ersten Werken, denn zu perfekt eingearbeiteten akustischen Klängen und Ethno-Flair gesellen sich hartes Gating (irgendwie ja ein Markenzeichen von Posford), komplexe Rhythmusstrukturen und hypersynthetische, alienartige Sounds.<br /><br />Dieses Konzept bestimmt das ganze Album, jedoch nicht ohne Spannungsbögen zu ziehen. Es überwiegen zwar die ruhigeren, dann auch etwas weniger elektronischen Tracks, etwa &quot;Nothing is Something Worth Doing&quot; oder &quot;Invisible Man in a Flourescent Suit&quot;. Letzterer wäre auch wunderbar auf einem <a target="_blank" href="http://www.myspace.com/youngerbrothertwisted">Younger Brother</a>-Album zu Hause, und Posfords Arbeit mit Benji Vaughan wirkt sich da absolut wohltuend aus, ohne den eigenständigen Charakter beider Projekte zu gefährden. Dass Shpongle aber auch kein typisches Chill Out-Projekt ist, machen andererseits die komplexeren, fordernden Tracks unmissverständlich klar. Der Opener gehört dazu, wie auch das Titelstück &quot;Ineffable Mysteries&quot;.</p> 
<p>Das unglaubliche Produktionstalent Posfords erreicht indes neue Höhen. Vom kleinsten Effektparameter bis zum Mastering stimmt hier einfach alles. Dadurch entsteht eine äußerst druckvolle, aber auch sehr offene Atmosphäre. Zusammengehalten wird das alles von Raja Rams Flötenspiel, das sich, wie das bei Shpongle eben so ist, wie ein silbernes Band durch diese bizarre Klanglandschaft schlängelt um dem Reisenden den Weg zu weisen.<br /><br />Das neue Shpongle-Album ist also genau so, wie es sein muss. Hier wird ein Projekt weitergeführt, das seit über zehn Jahren weltweit die &quot;Heads&quot; zu wissendem Nicken, Grinsen und Augenzwinkern bringt. Das so auf den Punkt zu bringen, schafft sonst niemand.</p> 
<p>Hörproben mit der Möglichkeit, das Album als Download zu erwerben, gibt es entweder direkt bei <a href="http://www.twisteddownloads.com/product_info.php?products_id=471" target="_blank">TwistedDownloads</a> (leider nur MP3) oder bei <a href="http://www.juno.co.uk/ppps/products/1485282-02.htm" target="_blank">Juno Records UK</a> (auch unbeschädigt, d. h. als FLAC/WAV).<br /></p> 
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        <published>2009-10-29T21:44:09Z</published>
        <updated>2009-11-22T21:53:43Z</updated>
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        <title type="html">Neue TV-Reihe: Die ARD erklärt -ismen</title>
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                <p>So eine Panorama-Reporterin wollte vorhin ein <a target="_blank" href="http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2009/panoramahonecker100.html">Interview mit Margot Honecker</a> machen. Das klappt natürlich vorhersehbarer Weise nicht, weshalb ein paar Einspieler gezeigt werden, in denen man nochmal erklärt kriegt, dass die DDR echt ein repressiver Staat war und überhaupt. Das hat man ja schon das ein oder andere Mal gehört, und bezweifeln tut es eigentlich auch kaum jemand. Außer vielleicht, ähm nunja, Leute wie Margot Honecker.</p> 
<p>Damit man aber trotzdem noch was lernt, während die Reporterin da so neben der alten Frau herläuft und auf sie einredet, wird man darüber aufgeklärt, dass das mit der DDR ja der Sozialismus war. Und der Vollständigkeit halber wird die Honeckerin auch noch gefragt, ob er denn irgendwann mal wiederkomme, der Sozialismus. Na logo, meint die.</p> 
<p>Wir schreiben also in unser Notizbuch:</p> 
<p>Sozialismus = DDR</p> 
<p>Weil ich aber immer dankbar für alles bin, das mir die Welt auf einfache und übersichtliche Weise erklärt, habe ich einige weitere Gleichsetzungen erarbeitet, die ich hier zum Wohle aller präsentieren möchte:</p> 
<p>Journalismus = Bild<br />Hedonismus = Crack<br />Idealismus = Westerwelle<br />Buddhismus = <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oliver_Shanti" target="_blank">Oliver Shanti</a><br />Pazifismus = <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/305/492660/text/" target="_blank">Frankfurt gestern gegen den FCB</a><br />Alpinismus = <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ski_Dubai" target="_blank">Ski Dubai</a></p> 
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            <name>High Tech Lowlife</name>
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        <published>2009-06-24T18:56:16Z</published>
        <updated>2009-06-29T02:38:51Z</updated>
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        <title type="html">Niedliche Primaten zwingen Webserver in die Knie</title>
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                <p>Zunächst mal hoffe ich, dass man mittlerweile wieder über solche Themen schreiben und auf entsprechende Tools verlinken kann, ohne praktisch schon mit einem Bein im Knast zu stehen. Das Bundesverfassungsgericht hat immerhin <a href="http://netzpolitik.org/2009/netzpolitik-interview-bundesverfassungsgericht-und-der-hackerparagraph-202/">festgestellt</a>, dass sog. &quot;Hackertools&quot; nicht allein deshalb strafrechtlich relevant sein dürfen, weil man mit ihnen <strong>auch</strong> Straftaten begehen kann.<br /></p> 
<p>Ein solches Tool ist auch das vor kurzem releaste <a href="http://ha.ckers.org/slowloris/">Slowloris</a>, eine fertige Implementierung eines schon 2005 im O'Reilly-Buch &quot;<a href="http://www.apachesecurity.net/">Apache Security</a>&quot; beschriebenen Angriffs. Er basiert darauf, dass ein Client eine größere Anzahl von Verbindungen zu einem Webserver aufbaut und dabei in jeder dieser Verbindungen nie wirklich fertig wird mit dem Senden des vom Server erwarteten Requests. Die Verbindung wird erst nach Erreichen des im Server voreingestellten Timeouts getrennt. Der Apache hat in seiner Standardkonfiguration einen Timeout von 300 Sekunden, d. h. ein Angreifer hat reichlich Zeit, so lange Verbindungen herzustellen, bis der Server keine mehr annimmt. Beim Apache wird diese obere Grenze ja über die Einstellung <em>MaxClients</em> festgelegt.</p> 
<p>Wie das Tool genau arbeitet, kann man auf <a href="http://isc.sans.org/diary.html?storyid=6601">SANS nachlesen</a>. Es wird einfach zuerst ein ordnungsgemäßer Header geschickt, und dann, immer nach jeweils einer gewissen Wartezeit, die Zeichenfolge &quot;<span style="font-family: Courier New;">X-a: b\r\n</span>&quot;. Vorher kann man mit Slowloris auch noch prüfen, wie der Timeout auf dem Zielserver eingestellt ist. Das Tool verwendet diesen Wert zu Optimierungsszwecken, hauptsächlich um den Footprint des Angriffs möglichst gering zu halten. <br /></p> 
<p>Ich habe das Tool mit einem der Webserver, für die ich zuständig bin, mal kurz getestet und es funktioniert verdammt gut. Viel zu gut - dafür, dass der Angriff so einfach ist. Aber so ist das ja oft. Ein typisch konfigurierter Apache auf durchschnittlicher Hardware ohne vorgeschaltete Proxys oder Load Balancer dürfte damit jedenfalls in kürzester Zeit dicht sein, selbst wenn der Angriff von einem einzelnen Laptop aus gestartet wurde.</p> 
<p>Was kann man also tun?</p> 
<p>Die Apache-Leute zerbrechen sich gerade den Kopf darüber, wie man das am besten patcht. Die <a href="http://www.mail-archive.com/dev@httpd.apache.org/msg44267.html">Diskussion</a> scheint im Moment aber so ein wenig in die Richtung &quot;wir müssen das alles jetzt endlich mal redesignen&quot; abzudriften. Wann der Apache selbst immun gegen diese Attacke sein wird, ist derzeit also eher unklar. Der Proof of Concept-Patch, der im ersten Beitrag des Threads verlinkt ist, funktioniert so, dass bei höherer Serverauslastung automatisch der Timeout dynamisch nach unten angepasst wird. Und umgekehrt, wenn der Server sich von der Load erholt hat. Ich bin jetzt kein Apache-Entwickler, aber habe gewisse Zweifel, ob das die richtige Herangehensweise ist. Wenn der Timeout niedrig genug wird, schlägt der Angriff zwar fehl (kann man auch testen, indem man z.
B. mal 5 Sekunden einstellt), aber legitime Clients haben dann ebenfalls
diesen niedrigen Timeout, was womöglich in bestimmten Fällen dann auch
wieder ein DoS zu Folge hat. Besser wäre es wahrscheinlich, den
einzelnen Request anders zu verarbeiten und das Socket schnell wieder
zu schließen, wenn nicht genug Daten pro Zeiteinheit reinkommen. Ein
paar der Überlegungen im Diskussions-Thread gehen wohl auch so etwas in
diese Richtung.</p> 
<p>In der Zwischenzeit kann man sich überlegen, ob man nicht einen Reverse Proxy wie <a href="http://nginx.net/">nginx</a> vor den Webserver setzt. Mit dem habe ich ganz gute Erfahrungen gemacht, und ich werde demnächst wieder ein Bündel Webserver in noch mehr (virtuelle) Einzelserver auffächern aber dafür dann hinter ein oder zwei nginxen verstecken. Abgesehen davon, dass nginx eben immun gegen den Slowloris-Angriff ist, hat das natürlich noch eine Reihe weiterer Vorteile. Ich möchte mittlerweile eigentlich für jede Webanwendung eine eigene VM betreiben, aber ohne vorgeschalteten Proxy gehen einem da irgendwann die öffentlichen IP-Adressen aus. Falls man statischen Content hat, kann man sich außerdem überlegen, ob man den nicht gleich vom nginx ausliefern lässt. Das kann er in der Regel deutlich schneller als der Apache.</p> 
<p>Was das alles jetzt mit Primaten zu tun hat? <a href="http://www.youtube.com/watch?v=g9f-6jygRJk">Slow Lorises (auf Deutsch &quot;Plumploris&quot;)</a> sind halt welche. Schon irgendwie süß...</p> 
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        <dc:subject>exploits</dc:subject>
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        <link href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/31-Bilder-von-Zensursula-Demos-verpixeln-oder-nicht.html" rel="alternate" title="Bilder von Zensursula-Demos verpixeln oder nicht?" />
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        <published>2009-06-22T21:59:00Z</published>
        <updated>2009-06-23T18:08:12Z</updated>
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        <title type="html">Bilder von Zensursula-Demos verpixeln oder nicht?</title>
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                <p>Mal was am Rande: Auf der <a href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/30-Loeschen-statt-Sperren!-Demobericht-mit-Bildern-aus-Muenchen.html">&quot;Löschen statt Sperren&quot;-Demo in München</a> habe ich <a href="http://www.flickr.com/photos/hightechlowlife/sets/72157620010542386/">fotografiert</a>, um Teilnehmern und anderen Interessierten die Möglichkeit zu verschaffen, ein paar Eindrücke der Aktion im Netz abzurufen. Es war selbstverständlich für mich, die Gesichter der abgebildeten Demonstranten unkenntlich zu machen, denn ich kann ja schlecht alle fragen, ob sie mit der Veröffentlichung ihres Bildes in diesem Kontext einverstanden wären. Als so selbstverständlich scheint diese Vorgehensweise aber nicht allgemein anerkannt zu sein, denn ich habe inzwischen auch eine Menge Bilder derselben Veranstaltung gesehen, auf denen alle Gesichter einwandfrei zu erkennen sind.</p> 
<p>Es ist wohl eine Grundsatzfrage, und ich möchte hier mal dafür plädieren, dass diese noch vergleichsweise junge Bewegung sich über dieses Thema die Gedanken macht, die in anderen politisch aktiven Kreisen schon längst zum Konsens geführt haben, dass - wenn schon Demobilder ins Netz gestellt werden - die Verpixelung von Gesichtern Standard und Ehrensache ist.</p> 
<p>Wenn man sich z. B. mal die Berichte von Antifa-Demos anschaut (<a href="http://antifaessen.blogsport.de/2009/04/06/bilder-antifa-demo-am-64/">Link</a>, <a href="http://bremen.antifa.net/was_ging/bremen_041106_antifa-demo.php">Link</a>, <a href="http://de.indymedia.org/2009/05/250105.shtml">Link</a>), trifft man fast überall auf unkenntlich gemachte Gesichter. Klar, bei diesen Demos gibt es neben der Angst vor staatlicher Repression (und zugegebenermaßen oft auch nicht ganz unberechtigter Strafverfolgung) zusätzlich die Gefahr, dass die Gegenseite die Bilder verwendet. &quot;Gegenseite&quot; heißt dabei Neonazis, bei denen man sicher nicht von Zimperlichkeit beim Verfolgen und Attackieren von Antifas ausgehen darf; das Verpixeln hat hier also eine ganz konkrete Schutzwirkung.</p> 
<p>Manche werden jetzt vielleicht denken &quot;ohje, die Antifa&quot;, und tatsächlich gibt es Leute, die gegen das Verpixeln ihrer Demobilder <a href="http://www.webmoritz.de/2009/02/07/150-teilnehmer-bei-demo-gegen-rechts/">so argumentieren</a>: &quot;Der webMoritz ist keine linke oder linksextreme Szeneseite, ergo verpixeln wir auch nicht die Bilder von Demos.&quot; Das ist einerseits, sachlich betrachtet, reichlich absurd, passt aber auch zu dem Ablehnungsautomatismus gegenüber allem, was irgendwie &quot;linksradikal&quot; sein könnte, auf den man auch unter Netzaktivisten immer wieder trifft. Dieser Beißreflex wäre durchaus mal einen eigenen Artikel wert, ist aber für die Frage der Anonymisierung von Demobildern völlig irrelevant, denn es gibt dafür auch ganz rationale Argumente.<br /></p> 
<p><strong>Warum also verpixeln?</strong></p> 
<p>Weil, wie schon eingangs erwähnt, jeder der abgebildeten Teilnehmer ganz individuelle Gründe haben kann, warum er nicht in einem Demobericht erkannt werden möchte. Gründe, die ich als Fotograf nicht kenne, weil ich den Teilnehmer nicht kenne und nicht mit ihm gesprochen habe. Ein hier oft gehörtes Gegenargument ist:</p> 
<p>&quot;Aber so eine Demo ist doch eine öffentliche Veranstaltung! Wer da hingeht, muss auch damit rechnen, auf Fotos der Veranstaltung zu erscheinen.&quot;</p> 
<p>Klar sind Demos öffentlich. Aber es ist schon ein großer Unterschied, ob ich auf so einer Versammlung in Echtzeit von jemandem gesehen werde, oder ob im Nachhinein für einen praktisch beliebig großen Personenkreis und quasi bis in alle Ewigkeit nachvollziehbar ist, dass ich einer der Teilnehmer war. Vielleicht haben wir im Moment nicht das Problem, dass uns politische oder sonstige Gegner anhand unserer Gesichter identifizieren und dann mit Baseballschlägern abfangen, aber so völlig ohne Brisanz ist das Zensursula-Thema doch auch nicht. Die <a href="http://emma.de/kinderpornografie_2009_06_18.html">Verunglimpfungskampagnen</a> gehen weiter und wir müssen derzeit leider noch die Realität akzeptieren, dass wir in der Wahrnehmung der breiten Masse als seltsame Computerspinner dastehen, die unerklärlicherweise irgendein Problem mit dem Sperren von Kinderpornoseiten im Internet haben.</p> 
<p>Manch einer wird sagen: &quot;Genau deswegen stehe ich zu meiner Meinung mit meinem Namen und meinem Gesicht!&quot; Und auch ich finde es wichtig, offen, offensiv auf andere Menschen zuzugehen und ihnen klarzumachen, dass wir Kindesmissbrauch genauso verabscheuen und verurteilen, wie eben jene breite Masse, zugleich aber auf Gefahren hinweisen wollen, die sich aus dem falschen Umgang mit Dokumenten dieser Verbrechen im Internet ergeben. Ich darf dabei aber nicht vergessen, dass ich keinesfalls die sozialen, beruflichen und sonstigen Parameter all derjenigen kenne, die ich auf einer Demo fotografiert habe. Es gibt genügend Szenarien, in denen ein Teilnehmer einer Zensursula-Demo aufgrund eines solchen Fotos Probleme mit Bekannten, dem Arbeitgeber oder Kunden bekommen könnte.</p> 
<p><strong>Ich weiß nicht, wie das Leben jedes einzelnen Teilnehmers aussieht, und trage deshalb als Demofotograf eine Verantwortung!</strong></p> 
<p>Alle anderen Einwände müssen davor zurückstehen. Zu sagen &quot;verpixelte Demobilder sind so ausdruckslos&quot; oder &quot;das Verpixeln ist mir zu mühsam&quot; zeugt von einem eklatanten Mangel an Respekt vor den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Recht_am_eigenen_Bild">Persönlichkeitsrechten</a> der Mitdemonstranten!</p> 
<p>Wir haben auf der Münchner Demo die Polizei dazu aufgefordert, nur Übersichts- und keine Nahaufnahmen zu machen, und ich würde ja wetten, dass die sich dran gehalten haben. Jetzt liefern wir genau diese Nahaufnahmen öffentlich im Web nach! Wo ist da die Glaubwürdigkeit, wo die Konsequenz?</p> 
<p>Diese Bewegung schreibt sich auf die Fahnen, gegen Überwachung und für den Schutz der Privatsphäre zu sein. Und dann ist es zu viel verlangt, über die Demobilder mal mit GIMP drüberzugehen? Das ist schwach, respektlos und dumm. Und für mich Anlass zu <a href="http://www.flickr.com/photos/fobtastic/2993244653/sizes/o/">dieser Geste</a>.</p> 
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        <published>2009-06-20T19:30:51Z</published>
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                <p>Da ich mich heute noch in's Nachtleben stürzen werde (<a href="http://www.optimo.co.uk/">Optimo</a> schon wieder zu verpassen wäre schon ein Desaster) muss der Demobericht eher kurz und wahrscheinlich auch etwas chaotisch ausfallen. Unabhängig davon habe ich jedenfalls mal einen <a href="http://www.flickr.com/photos/hightechlowlife/">Flickr-Stream</a> eingerichtet und eine <a href="http://www.flickr.com/photos/hightechlowlife/sets/72157620010542386/">Reihe von Bildern von der Demo</a> dort hochgeladen.</p> 
<p><a href="http://wiki.piratenpartei.de/Demo:_LoeschenStattSperren/muc_Pressemeldung">900 Teilnehmer</a> sollen es gewesen sein - das ist schon ein toller Erfolg bei einer so kurzfristigen Mobilisierung. Das zeigt, wie viel Schwung in dieser Bewegung aktuell ist. Der Wunsch, etwas zu unternehmen und sich für diese Themen zu engagieren, wächst in immer mehr Menschen. Es ist ein hohes Maß Entschlossenheit spürbar, was sich u. a. darin außerte, dass sich kaum jemand vom gnadenlos herniederprasselnden Regen vom Marsch auf dem Altstadtring abhalten lassen wollte. Die Orga wollte zuerst nicht so recht daran glauben, dass darauf noch jemand Bock haben könnte, aber auf die Frage hin, wer denn noch mitlaufen würde, sammelten sich sofort die meisten Teilnehmer vor dem Lautsprecherwagen, um ihre Bereitschaft zu signalisieren.</p> 
<p>Der Regen hörte dann auch schnell auf, und ein doch recht eindrucksvoller Zug setzte sich in Richtung Franz-Joseph-Strauss-Ring in Bewegung. Sprechchöre, Transpis und verteilte Flyer lenkten die Aufmerksamkeit vieler Passanten auf Demo und Thema.</p> 
<p>Nach der Abschlusskundgebung blieb doch ein sehr gutes Gefühl. Es ist halt schon was anderes, zusammen auf die Straße zu gehen, anstatt sich immer nur elektronisch auszutauschen. Das Timing der Demo war genau auf den Punkt - ich denke, wir haben heute das nächste, spannende Kapitel der Geschichte dieser neuen - immer stärker werdenden - Bewegung aufgeschlagen.</p> 
<p>So... dieser Text ist furchtbar, aber ich muss jetzt dann bald mal los. <img src="http://blog.hightech-lowlife.org/templates/default/img/emoticons/smile.png" alt=":-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /> Viel Spaß mit den Fotos!</p> 
<p>Vielleicht noch Links zu weiteren Berichten: </p> 
<p><a href="http://aurofa.wordpress.com/2009/06/20/demo-in-munchen-kurzeindrucke/">Demo in München – Kurzeindrücke von einem der 900 Demonstranten</a></p> 
<p><a href="http://www.piratenpartei-bayern.de/Ein_Samstag_wie_es_ihn_selten_gibt">Ein Samstag wie es ihn selten gibt</a></p> 
<p><a href="http://blogorette.de/?p=156">LoeschenStattSperren in München</a> (mit Zensursula-Song)</p> 
<p><a href="http://onespromised.wordpress.com/2009/06/20/mob-in-muc-loeschen-statt-sperren-demo/">mob in muc – loeschen statt sperren demo</a></p> 
            </div>
        </content>
        <dc:subject>aktivismus</dc:subject>
<dc:subject>demo</dc:subject>
<dc:subject>netzsperren</dc:subject>
<dc:subject>zensursula</dc:subject>

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        <link href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/29-Bloggen-und-Aufmerksamkeitsspanne.html" rel="alternate" title="Bloggen und Aufmerksamkeitsspanne" />
        <author>
            <name>High Tech Lowlife</name>
                    </author>
    
        <published>2009-06-19T12:05:00Z</published>
        <updated>2009-06-19T12:53:22Z</updated>
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        <title type="html">Bloggen und Aufmerksamkeitsspanne</title>
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                <p>Ist ja irgendwie typisch für mich. Erst ein neues Projekt mit viel Energie und Elan umsetzen, und wenn das Produkt dann eine gewisse, erste Reife erlangt hat und &quot;vom Prinzip her&quot; funktioniert, das Interesse daran verlieren. So ähnlich war das nun auch mit diesem Blog. Natürlich gibt es immer auch noch eine Menge äußerer Faktoren, die ihr Übriges tun, z. B. unvorhergesehene Dinge im Privatleben, die den Fokus klauen und Energie rauben, ein Sichüberschlagen der Ereignisse innerhalb der Themen, die man verfolgt (&quot;Netzsperren&quot; anyone?) und dann auch noch technische Probleme, etwa ein Blog-Server, der keine DNS-Anfragen mehr ausführen möchte.</p> 
<p>Wirkliche Ausreden sind das alles nicht, und es gibt inzwischen eine ganze Reihe (hoffentlich) interessanter Beiträge, die schon als Alpha-Version in meinem Kopf herumgeistern. Auch für Kommentare zum aktuellen Geschehen gäbe es eigentlich genug Gelegenheit, allerdings nervt mich da als Betreiber eines eher unbekannten Blogs immer der &quot;Me too&quot;-Aspekt.<br /></p> 
<p>Wie auch immer - aufgegeben habe ich das hier noch nicht. Vielleicht wird der nächste Eintrag ja auch einfach nur ein Bericht von der <a href="http://www.loeschenstattsperren.de/">morgigen Demo</a> gegen die inzwischen beschlossene Internet-Zensur.</p> 
<p align="center"><a target="_blank" style="border: none;" href="http://www.loeschenstattsperren.de/"><img border="0" src="http://wiki.piratenpartei.de/images/e/ec/LoeschenStattSpeichern-bann1.png" alt="Bundesweite Demos gegen Internet-Sperren" /></a> </p> 
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<dc:subject>zensursula</dc:subject>

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            <name>High Tech Lowlife</name>
                    </author>
    
        <published>2009-06-03T21:06:07Z</published>
        <updated>2009-06-03T21:28:50Z</updated>
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        <title type="html">Innenminister fordern Ermächtigungsges...äh...grundlagen??!</title>
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                <p>Ja, ist schon interessant, das mit dem Bloggen. Hat man mal ein paar Tage keine Zeit zu schreiben, bekommt man gleich so etwas wie ein schlechtes Gewissen.</p> 
<p>Passieren tut ja genug, aber richtig vom Stuhl gefallen bin ich vor allem bei <a href="http://www.heise.de/newsticker/Innenminister-wollen-Internet-Kriminalitaet-angehen--/meldung/139774">dieser kurzen Notiz auf Heise</a>:</p> 
<p>&quot;Die Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnik erfordere 'entsprechende gesetzliche Ermächtigungsgrundlagen', zitiert die
Zeitung aus dem Papier.&quot; Gemeint ist ein <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/innenminister-fuerchten-tatort-internet;2320062">aktueller Artikel im Handelsblatt</a>.</p> 
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erm%C3%A4chtigungsgesetz">Ermächtigungsgrundlagen</a>? Die scheinen sich ihrer Sache ja sehr sicher zu sein, wenn sich inzwischen nicht einmal mehr bemüht wird, bei der Wahl der Vokabeln ein Minimum an Vorsicht walten zu lassen.</p> 
<p>Was sind das für Leute? Diesen 71-seitigen Forderungskatalog würde ich doch gerne mal sehen. Könnt ihr den bitte auf Wikileaks stellen, liebe Handelsblatt-Redaktion?</p> 
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        <dc:subject>blogging</dc:subject>
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        <link href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/27-Von-der-Leyen-aeussert-sich-zu-Kritik.html" rel="alternate" title="Von der Leyen äußert sich zu Kritik" />
        <author>
            <name>High Tech Lowlife</name>
                    </author>
    
        <published>2009-05-26T19:24:00Z</published>
        <updated>2009-05-28T18:00:02Z</updated>
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        <title type="html">Von der Leyen äußert sich zu Kritik</title>
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                <p><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,626965,00.html">Von der Leyen spricht (im Spiegel)</a>... and I must rant.</p> 
<p>Toll!! Wir wurden erhört! Die Forderung nach rechtsstaatlicher Absicherung hat bewirkt, dass nun wieder ein &quot;unabhängiges Gremium&quot; zur Kontrolle der Bundesnetzpolizei durch die Debatte geistert. Die Ministerin für Familie und andere so Sachen sagt dazu:</p> 
<p><em>&quot;Das dürfen nur Leute des BKA oder Jugendschützer, die tatsächlich mit
dieser Aufgabe betraut sind. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen,
und diese Idee ist aus der Diskussion gewachsen, dass ein Gremium mit
unabhängigen Experten vor Ort beim BKA Einsicht in die Listen nimmt, ob
ausschließlich Kinderpornografie nach Paragraf 184b StGB geblockt wird.&quot;</em></p> 
<p>Nein, falsch! Das dürfen nur <strong>Richter!</strong></p> 
<p><em>&quot;Und dieser Straftatbestand muss nicht täglich durch einen Richter noch einmal wiederholt werden&quot;</em> </p> 
<p>Äh, doch. Genau darum geht es. Darum, dass <strong>jeder Einzelfall </strong>durch eine judikative Instanz geprüft werden muss! Sperren per Mausklick kann und darf es in einem Rechtsstaat nicht geben. Die Listen aus anderen Ländern mit haufenweise Sites, die gar keine strafbaren Inhalte liefern, sprechen doch Bände darüber, dass genau die Feststellung des Straftatbestands eben nicht Aufgabe der Polizei ist, sondern die eines Gerichts! Wenn wir schon die Ganze Zeit auf andere Länder schauen, die uns hier angeblich so weit voraus sind, warum lernen wir dann nicht wenigstens aus deren Fehler??</p> 
<p><em>&quot;Sie haben doch selber eine Umfrage gemacht bei SPIEGEL ONLINE, wer
schon mal zufällig über kinderpornografische Inhalte gestolpert ist.
Das waren 8,5 Prozent.&quot;</em> </p> 
<p>Uhm, was??? Werden jetzt schon Klick-Umfragen auf Spiegel Online als belastbare Quellen für ein Gesetzgebungsverfahren herangezogen? Wie dreist oder realitätsfern muss man sein, um dabei ernst zu bleiben? (OK, ich war beim Interview nicht dabei, vielleicht hat sie ja auch laut losgeprustet.)</p> 
<p>Ich bin seit <strong>zwanzig Jahren </strong>im Internet unterwegs. Das ist keine Übertreibung. Und ich möchte meinen, in diesen zwanzig Jahren schon eine Menge herumgekommen zu sein in diversen Datennetzen. In all den zwanzig Jahren habe ich noch nie, ich wiederhole, <strong>noch NIE</strong> irgendwo kinderpornografische Inhalte gesehen! Ich bezweifle nicht, dass das Zeug irgendwo da draußen ist, aber als halbwegs normaler Internet-Nutzer, auch wenn man nicht nur im Mainstream surft, kriegt man das einfach nicht zu sehen! Und das ist auch gut so. Ändern könnte sich das, wenn sich durch die spezielle <strong>Kennzeichnung</strong> solcher Sites Möglichkeiten für ganz neue <a href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/7-Stoppschildprotokollierung.html">Angriffe und Exploits</a> ergeben.</p> 
<p><em>&quot;In diesem Gesetzentwurf, zu dieser Zeit, sprechen wir ausschließlich über das [über Kinderpornografie].&quot;</em></p> 
<p>Sagen wir doch, &quot;zu dieser Zeit&quot;. Und später? Wenn es so ausdrücklich hierum geht, dann gehört das im Gesetzentwurf auch sauber abgegrenzt. Im Moment ist das <strong>nicht</strong> der Fall, da können Sie das noch so gebetsmühlenhaft wiederholen.</p> 
<p>Der Frage nach der Zugriffsprotokollierung wird dann komplett ausgewichen. Leider hakt der Interviewer nicht nach.</p> 
<p><em>&quot;Mir geht es in diesem Schritt um die präventive Seite, auch die ganz klare Ächtung.&quot;</em></p> 
<p>Ja und was sucht dann bitte die Übermittlung personenbezogener Daten noch im Gesetzentwurf? Pfeifen Sie halt wenigstens Frau Zypries zurück, wenn Sie schon &quot;keinen Millimeter von Ihrem [ursprünglichen] Ziel abweichen&quot; wollen.</p> 
<p>Das Krasseste aber ist:</p> 
<p>&quot;Nur wir diskutieren darüber, was alles nicht geht. [...] Wir haben viele Anfragen, warum Deutschland [im Vergleich zu anderen Ländern] sich immer noch schwer tut
auf diesem Gebiet und nicht aktiv ist beim Access Blocking.&quot;</p> 
<p>Na, vielleicht weil wir eine der fortschrittlichsten Verfassungen Europas haben, die hinsichtlich ihrer Grundrechte weltweit den Defacto-Standard darstellt und vielen Staaten beim Neuschreiben oder Modernisieren der eigenen Verfassung als Vorbild diente? Vielleicht auch aufgrund der speziellen Geschichte unseres Landes, die uns so festhalten lässt an einer Verfassung mit starken Grundrechten?</p> 
<p>Denken Sie <strong>darüber</strong> doch mal nach, Frau von der Leyen.</p> 
<p><strong>UPDATE: </strong>Weitere Stellen und Aspekte des Interviews werden auf <a href="http://netzpolitik.org/2009/zensursula-hat-viele-gesichter/">netzpolitik.org</a> und <a href="http://wsdv.wordpress.com/2009/05/26/perfekt-inszeniert/">WSDV</a> kommentiert. <br /></p> 
            </div>
        </content>
        <dc:subject>netzsperren</dc:subject>
<dc:subject>rant</dc:subject>
<dc:subject>zensursula</dc:subject>

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        <link href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/26-Kurzanalyse-der-Stellungnahmen-fuer-Netzsperren-Anhoerung.html" rel="alternate" title="Kurzanalyse der Stellungnahmen für Netzsperren-Anhörung" />
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            <name>High Tech Lowlife</name>
                    </author>
    
        <published>2009-05-26T11:53:00Z</published>
        <updated>2009-05-28T17:15:40Z</updated>
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        <title type="html">Kurzanalyse der Stellungnahmen für Netzsperren-Anhörung</title>
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                <p> </p> 
<p>Die <a href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a09/anhoerungen/21_Anhoerung/index.html">Anhörung der Sachverständigen vor dem Wirtschaftsausschuss</a> wird mit Spannung erwartet, und mittlerweile liegt eine ganze Reihe von <a href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a09/anhoerungen/21_Anhoerung/Stellungnahmen/index.html">Stellungnahmen</a> vor. Ich gehe davon aus, dass die langsam vollständig sein dürften, mag sein, dass im Laufe des Tages noch die ein oder andere hinzukommt. Ich will hier mal im Rahmen einer Kurzanalyse den Versuch einer Einordnung unternehmen:</p> 
<p>(<strong>UPDATE: </strong>Ganz unten in der Liste steht die sehr lesenswerte Stellungnahme von Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Sieber vom MPI für ausländisches und internationales Strafrecht. Die kam heute Nachmittag noch dazu.)<br /></p> 
<p> 
<table cellspacing="0" cellpadding="0" border="1" style="width: 100%; text-align: left;"> 
<tbody> 
<tr> 
<td> <strong>Autor</strong></td> 
<td> <strong>Ausgestaltung</strong><br /></td> 
<td> <strong>Position</strong><br /></td> 
<td> <strong>Kritik aus Community</strong></td> 
<td><strong>Anmerkungen</strong><br /></td> 
</tr> 
<tr> 
<td valign="top"><a href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a09/anhoerungen/21_Anhoerung/Stellungnahmen/16_9_1538.pdf">BITKOM</a><br /></td> 
<td valign="top"><span style="color: #339900;">sehr detailliert/differenziert, sachlich</span><br /></td> 
<td valign="top" style="color: #66cc66;">kritisch, lehnt wichtige Teile des aktuellen Entwurf explizit ab<br /></td> 
<td valign="top"><span style="color: #66cc66;">vertreten, </span><a href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/23-Stellungnahmen-der-Branchenverbaende-zu-Netzsperren.html">siehe auch hier</a><span style="color: #66cc66;">, enthält aber keine Forderung nach unabhängiger z. B. richterlicher Kontrolle</span><br /></td> 
<td valign="top">bringt in erster Linie technisch/wirtschaftliche Einwände aus Sicht der Provider<br /></td> 
</tr> 
<tr> 
<td valign="top"><a href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a09/anhoerungen/21_Anhoerung/Stellungnahmen/16_9_1541.pdf">DIHK</a><br /></td> 
<td valign="top"><span style="color: #66cc66;">knapp, sachlich</span><br /></td> 
<td valign="top"><span style="color: #339900;">kritisch, lehnt aktuellen Entwurf explizit ab</span><br /></td> 
<td valign="top">wenig vertreten, fordert jedoch richterliche Anordnung für Sperren<br /></td> 
<td valign="top">zielt vor allem auf Rechtssicherheit und Aufwände aus Sicht der Provider ab<br /></td> 
</tr> 
<tr> 
<td style="vertical-align: top;"><a href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a09/anhoerungen/21_Anhoerung/Stellungnahmen/16_9_1542.pdf">ECO</a><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;"><span style="color: #339900;">sehr detailliert/differenziert, sachlich</span><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;"><span style="color: #339900;">sehr kritisch</span><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;"><span style="color: #339900;">gut vertreten, </span><a href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/23-Stellungnahmen-der-Branchenverbaende-zu-Netzsperren.html">siehe auch hier</a><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;">konstruktive Kritik, die auch über reine Providerinteressen hinausgeht<br /></td> 
</tr> 
<tr> 
<td style="vertical-align: top;"><a href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a09/anhoerungen/21_Anhoerung/Stellungnahmen/16_9_1544.pdf">Prof. Dr. Michael Osterheider, Uni Regensburg</a><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;"><span style="color: #ff6666;">Erzählstil, relativ knapp</span><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;"><span style="color: #cc0000;">stark befürwortend</span><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;"><span style="color: #cc0000;">nicht vertreten</span><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;">Plaudert ein wenig über Konsumenten von Kinderpornografie, enthält dabei u. a. Weisheiten wie &quot;Untersuchungen zeigen, dass<br />vorwiegend Personen mit ursprünglich pädosexuellen Interessen Kinderpornographie konsumieren&quot; (wundert das?); auf das eigentliche Thema (Netzsperren) wird nur in den letzten beiden Absätzen eingegangen, wo die Sperren befürwortet werden<br /></td> 
</tr> 
<tr> 
<td valign="top"><a href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a09/anhoerungen/21_Anhoerung/Stellungnahmen/16_9_1545.pdf">Dr. Korinna Kuhnen, Medienwissenschaftlerin</a><br /></td> 
<td valign="top"><span style="color: #339900;">knapp aber auf den Punkt, sachlich</span><br /></td> 
<td valign="top"><span style="color: #66cc66;">kritisch</span><br /></td> 
<td valign="top"><span style="color: #66cc66;">gut vertreten, insbesondere Richtervorbehalt und &quot;Löschen statt Sperren&quot;; Kritik an personenbezogener Protokollierung fehlt</span><br /></td> 
<td valign="top">Stellungnahme liest sich am ehesten wie die Kritik, die auch aus der Netz-Community kommt, verwendet sogar teils ähnliche Formulierungen (&quot;Löschen vor Sperren&quot;)<br /></td> 
</tr> 
<tr> 
<td valign="top"><a href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a09/anhoerungen/21_Anhoerung/Stellungnahmen/16_9_1549.pdf">BKA</a><br /></td> 
<td valign="top"><span style="color: #ff6666;">detailliert, enthält aber Behauptungen und Zahlen, deren Wahrheitsgehalt bzw. Belegbarkeit bereits angezweifelt wurde</span><br /></td> 
<td valign="top"><span style="color: #cc0000;">stark befürwortend</span><br /></td> 
<td valign="top"><span style="color: #cc0000;">nicht vertreten</span><br /></td> 
<td valign="top"><a href="http://netzpolitik.org/2009/zensursula-anhoerung-die-bka-stellungnahme-im-kurzen-realitycheck/">eine genauere Analyse gibt es von Jörg-Olaf Schäfers auf netzpolitik.org</a><br /></td> 
</tr> 
<tr> 
<td valign="top" style="color: #ff6666;"><a href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a09/anhoerungen/21_Anhoerung/Stellungnahmen/16_9_1550.pdf">BDK</a><br /></td> 
<td valign="top" style="color: #ff6666;">detailliert, jedoch teilweise am Thema vorbei, teilweise Plauderstil<br /></td> 
<td valign="top"><span style="color: #ff6666;">befürwortend</span><br /></td> 
<td valign="top">möglicherweise in Ansätzen vertreten<br /></td> 
<td valign="top">Bin mir nicht sicher, was man damit anfangen soll. Schweift ab zu Amokläufen und Medienkompetenz der Internetnutzer (hört, hört), macht dabei teilweise abenteuerliche Vorschläge (&quot;Web Patrol&quot;)<br /></td> 
</tr> 
<tr> 
<td style="vertical-align: top;"><a href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a09/anhoerungen/21_Anhoerung/Stellungnahmen/16_9_1551.pdf">verschiedene Kinderschutzorganisationen</a><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;"><span style="color: #cc0000;">hat eher Pamphletcharakter</span><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;"><span style="color: #cc0000;">stark befürwortend</span><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;"><span style="color: #cc0000;">nicht vertreten</span><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;">kennt man ja mittlerweile, zur sachlichen Diskussion trägt so etwas leider nicht bei<br /></td> 
</tr> 
<tr> 
<td style="vertical-align: top;"><a href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a09/anhoerungen/21_Anhoerung/Stellungnahmen/16_9_1554.pdf">Dr. Matthias Bäcker</a><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;"><span style="color: #339900;">sehr detailliert, differenziert, sachlich</span><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;"><span style="color: #66cc66;">kritisch</span><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;"><span style="color: #66cc66;">vertreten</span><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;">kommt aus einer befürwortenden Position, bringt dann aber praktisch alle wesentlichen Kritikpunkte, u. a. Kontrollinstanz für Sperrliste, &quot;Löschen statt Sperren&quot;, keine Zugriffsprotokollierung; Forderung nach klarerem Schutz vor Ausweitung der Sperren fehlt<br /></td> 
</tr> 
<tr> 
<td style="vertical-align: top;"><a href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a09/anhoerungen/21_Anhoerung/Stellungnahmen/16_9_1555.pdf">Dr. Peter-Jürgen Graf, BGH</a></td> 
<td style="vertical-align: top;"><span style="color: #66cc66;">knapp, sachlich</span><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;"><span style="color: #ff6666;">befürwortend</span><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;">&quot;Löschen statt Sperren&quot; in Ansätzen erkennbar<br /></td> 
<td style="vertical-align: top;">Großteil des Inhalts rekapituliert Netzsperren, die bereits in der Vergangenheit versucht wurden, u. a. die Geschichte um die Sperrung von &quot;radikal&quot; (<a href="http://www.nadir.org/nadir/archiv/Medien/Zeitschriften/radikal/netzzensur/">falls sich daran noch jemand erinnert...</a>)<br /></td> 
</tr> 
<tr> 
<td style="vertical-align: top;"><a href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a09/anhoerungen/21_Anhoerung/Stellungnahmen/16_9_1546.pdf">Dr. Dieter Frey</a><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;"><span style="color: #339900;">sehr detailliert, differenziert, sachlich</span><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;"><span style="color: #66cc66;">kritisch</span><br /></td> 
<td style="vertical-align: top; color: #66cc66;">fehlende Kontrollinstanz, Protokollierung der Zugriffe<br /></td> 
<td style="vertical-align: top;">insgesamt wird die Verhältnismäßigkeit des aktuellen Entwurfs angezweifelt, <a href="http://www.internet-law.de/2009/05/stellungnahmen-der-fachleute-zum.html">mehr Details bei Internet-Law</a><br /></td> 
</tr> 
<tr> 
<td style="vertical-align: top;"><a href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a09/anhoerungen/21_Anhoerung/Stellungnahmen/16_9_1557.pdf">VATM</a><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;"><span style="color: #66cc66;">detailliert, sachlich</span><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;">verhalten kritisch<br /></td> 
<td style="vertical-align: top;"><span style="color: #66cc66;">&quot;Löschen statt Sperren&quot; klingt an, klare Beschränkung auf Kinderpornografie</span><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;">Interessant finde ich hier die Ausführungen dazu, dass es in der Natur einer Sperrliste liegt, dass diese nicht zuverlässig geheim gehalten werden kann<br /></td> 
</tr> 
<tr> 
<td style="vertical-align: top;"><a href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a09/anhoerungen/21_Anhoerung/Stellungnahmen/16_9_1558.pdf">Peter Schaar, Bundesbeauftragter für den Datenschutz</a><br /></td> 
<td style="vertical-align: top; color: #66cc66;">knapp, sachlich<br /></td> 
<td style="vertical-align: top;"><span style="color: #339900;">selektiv sehr kritisch</span><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;"><span style="color: #66cc66;">personenbezogene Protokollierung</span><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;">Schaar beschränkt sich auf die Protokollierung der Zugriffe, wie sie im aktuellen Entwurf enthalten ist, und fordert ersatzlose Streichung<br /></td> 
</tr> 
<tr> 
<td style="vertical-align: top;"><a href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a09/anhoerungen/21_Anhoerung/Stellungnahmen/16_9_1559.pdf">Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Sieber, MPI für ausländisches und internationales Strafrecht</a><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;"><span style="color: #339900;">sehr detailliert, differenziert, sachlich</span><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;"><span style="color: #339900;">sehr kritisch</span><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;"><span style="color: #339900;">sehr gut vertreten</span><br /></td> 
<td style="vertical-align: top;">Sehr reflektierte Stellungnahme, die der bisher erfolgten kritischen Debatte gut Rechnung trägt. Die Leseempfehlung des Abends. <img src="http://blog.hightech-lowlife.org/templates/default/img/emoticons/smile.png" alt=":-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /><br /></td> 
</tr> 
</tbody> 
</table> 
</p> 
<p> </p> 
<p><strong>UPDATE: </strong>Eine <a href="http://mrtopf.de/blog/de/zensursulanhoerung/">detailliertere Analyse</a> aller Stellungnahmen mit tabellarischer Übersicht der wichtigsten Kritikpunkte gibt es inzwischen bei <a href="http://mrtopf.de/blog/de/zensursulanhoerung/">mrtopf.de</a>. <br /></p> 
<p>Insgesamt sehe ich hier eine ganze Menge sachlicher, fundierter Kritik sowohl von eher technisch/wirtschaftlicher als auch juristischer Seite. Interessant ist außerdem, dass wohl gerade die kritischten Stellungnahmen auch die detailliertesten und differenziertesten sind. Ich bin zwar schon der Meinung, dass Netzsperren ein ganz grundsätzliches Problem darstellen, sehe auf der anderen Seite aber auch, dass dieses Gesetz wohl oder übel kommen wird. So betrachtet kann man es nur als Erfolg bezeichnen, wenn das erstens aufgrund der vielen Einwände nicht mehr in dieser Legislaturperiode passiert und wir zweitens am Ende eine Gesetzgebung haben, die sich mit Grundrechten und Rechtsstaatlichkeit in Einklang bringen lässt.</p> 
<p>Die Bundesregierung sollte es als ihr vornehmliches Ziel sehen, den Vorwurf auszuräumen, dass hier ein - zumindest potenzielles - Kontroll-, d. h. Zensurinstrument bereitgestellt werden soll. Das Befolgen der hier eingebrachten, sachlichen Kritik wäre eine Möglichkeit, solche Bedenken zumindest einmal teilweise zu zerstreuen.</p> 
            </div>
        </content>
        <dc:subject>netzsperren</dc:subject>
<dc:subject>politik</dc:subject>
<dc:subject>zensursula</dc:subject>

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        <link href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/25-Zensursula-Countdown-laeuft.html" rel="alternate" title="Zensursula-Countdown läuft" />
        <author>
            <name>High Tech Lowlife</name>
                    </author>
    
        <published>2009-05-25T11:47:06Z</published>
        <updated>2009-05-26T06:18:42Z</updated>
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        <title type="html">Zensursula-Countdown läuft</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <p>Der <a href="http://netzpolitik.org/2009/72-stunden-countdown-fuer-zensursula-epetition/">Aufruf von Markus Beckedahl in netzpolitik.org</a> hat auch mich dazu veranlasst, noch einmal nachzuhaken im Freundes- und Bekanntenkreis. Ich weiß von immerhin mindestens drei neuen Mitzeichnungen, die dadurch zustande gekommen sind, vermutlich sind es sogar mehr. Unter anderem konnte ich meine Mutter überzeugen (die sich letztes Wochenende noch sträubte) und das, obwohl sie noch nie in ihrem Leben im Internet war und auch nicht gedenkt, das jemals zu ändern! Insgesamt habe ich in den letzten paar Wochen die Erfahrung gemacht, dass man wirklich auf die Leute zugehen und mit ihnen sprechen muss. Das Versenden von Aufrufen per Mail, und seien sie noch so persönlich formuliert und an den eher engen Freundeskreis gerichtet, bringt nur sehr bedingt etwas.</p> 
<p>Den Termin der <a href="http://www.bundestag.de/aktuell/archiv/2009/24487981_kw22_wirtschaft/">Expertenanhörung vor dem Wirtschaftsausschuss</a> zu nehmen und daraus einen Countdown für den Endspurt nach 100.000+ zu machen, ist ja auch wirklich eine super Idee. Und es scheint zu wirken - jedenfalls ist auf der <a href="http://sejmwatch.info/petition-internet-zensur.html">aktuellen Verlaufsgrafik</a> ein schöner Schub zum Wochenbeginn erkennbar.</p> 
<p>Die Anhörung selbst wird, 100.000 hin oder her, sicher ein interessantes Highlight. Ich bin gespannt, ob sich da so etwas wie eine Tendenz ablesen lassen wird. Ein Oppositionspolitiker, mit dem ich mich am Wochenende kurz unterhalten konnte, hält es mittlerweile schon für unwahrscheinlich, dass das Gesetz wirklich noch in dieser Legislaturperiode durchkommt. Das ist eigentlich auch gar nicht anders vorstellbar, sofern die <a href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/23-Stellungnahmen-der-Branchenverbaende-zu-Netzsperren.html">Stellungnahmen der Branchenverbände</a> auch nur Entferntesten auf Gehör stoßen. Sollten nicht einfach sämtliche dieser Einwände und Forderungen komplett ignoriert werden, wird man um eine Überarbeitung des Gesetzes von Grund auf gar nicht herumkommen.</p> 
<p>Ich jedenfalls werde versuchen, die Ergebnisse dieser Anhörung in meine Argumentation einfließen zu lassen, wenn ich mich nächste Woche per Brief oder auch telefonisch an meinen Wahlkreisabgeordneten wende. <a href="http://netzpolitik.org/2009/kleines-how-to-kontaktiere-einen-abgeordneten/">Wie man das am besten macht, gibt's auch auf netzpolitik.org</a>.</p> 
            </div>
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<dc:subject>blogging</dc:subject>
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        <link href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/24-KemperTrautmann-rudert-zurueck.html" rel="alternate" title="KemperTrautmann rudert zurück" />
        <author>
            <name>High Tech Lowlife</name>
                    </author>
    
        <published>2009-05-24T12:57:00Z</published>
        <updated>2009-05-24T22:30:21Z</updated>
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        <title type="html">KemperTrautmann rudert zurück</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <p>Nachdem KemperTrautmann am Freitag Alexander Lehmann, dem Autor des Videos &quot;<a href="http://www.dubistterrorist.de">Du bist Terrorist</a>&quot;, noch eine <a href="http://netzpolitik.org/2009/du-wirst-abgemahnt-de/">Abmahnung angedroht</a> hatte, falls er nicht binnen drei Tagen &quot;jegliche Bezüge zur 'Du bist Deutschland'-Kampagne&quot; entfernt, will man davon nun absehen. Es sei ein <a href="http://alexanderlehmann.blogspot.com/2009/05/drohende-klage.html">&quot;Missverständnis&quot;</a> gewesen - es ging lediglich um das Hintergrundbild auf der Website. Soso.</p> 
<p>Dass die da so schnell zurückgerudert sind, kann man sicher auch auf die schnelle und heftige Reaktion der Online-Medien zurückführen, besonders der Blogosphäre. An den <a href="http://netzpolitik.org/2009/du-wirst-abgemahnt-de/#comments">über 150 Kommentaren auf netzpolitik.org</a> sieht man sehr schön, was damit gemeint ist. Kann doch alles irgendwie gar nicht so schlimm sein, wenn es diese Art von Zusammenhalt gibt.<br /></p> 
<p>Also - grade nochmal die Kurve gekriegt, KemperTrautmann! We're watching you...</p> 
            </div>
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        <link href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/18-Autor-von-Du-bist-Terrorist-vor-Abmahnung.html" rel="alternate" title="Autor von &quot;Du bist Terrorist&quot; vor Abmahnung" />
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            <name>High Tech Lowlife</name>
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        <published>2009-05-22T23:59:00Z</published>
        <updated>2009-05-24T20:02:39Z</updated>
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        <title type="html">Autor von &quot;Du bist Terrorist&quot; vor Abmahnung</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <p>(Ursprünglich gepostet am 19.05.) <br /></p> 
<p>Zunächst mal - das wird heute überall auf Twitter und Blogs verbreitet - ein sehr gut gemachtes Video zu all dem Überwachungskram, der im neuen Jahrtausend so beschlossen wurde oder bald noch kommen soll. &quot;<a href="http://www.dubistterrorist.de/">Du bist Terrorist</a>&quot;. Für die meisten inhaltlich vielleicht nichts Neues, aber wie gesagt toll umgesetzt.</p> 
<p><object width="400" height="225"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4631958&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed width="400" height="225" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4631958&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object> </p> 
<p>(Auch <a href="http://vimeo.com/4631958">hier auf Vimeo</a> von <a href="http://vimeo.com/user221974">lexala</a>)</p> 
<p><strong>UPDATE:</strong> <a href="http://netzpolitik.org/2009/du-wirst-abgemahnt-de/">netzpolitik.org</a> berichtet, dass Alexander Lehmann, dem Autor des Videos von der Agentur KemperTrautmann angekündigt wurde, deshalb abgemahnt zu werden. Überflüssig zu erwähnen, dass der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Streisand-Effekt">Streisand-Effekt</a> bereits greift.</p> 
<p>Wer mitmachen will: Das Video kann man im Moment noch von <a href="http://www.dubistterrorist.de">www.dubistterrorist.de</a> runterladen oder z. B. von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=SGD2q2vewzQ">Youtube</a> mittels <a href="http://downloadyoutubevideo.org/">dieser Site</a>. Einen Mirror der gesamten Site gibt es im Moment schon unter <a href="http://www.dubistterrorist.com/">www.dubistterrorist.com</a>.<br /></p> 
<p> </p> 
<p><strong>UPDATE 2: </strong><a href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/24-KemperTrautmann-rudert-zurueck.html">KemperTrautmann rudert zurück</a></p>
<p> </p>
<p><br /></p> 
<p>D<strong></strong>ann: Den bisher besten Kommentar zur Infratest-Umfrage gibt's beim Pantoffelpunk: <a href="http://blog.pantoffelpunk.de/brechmittel/kinderhilfe-ev-und-infratest-dimap-gemeinsam-gegen-die-realitaet">Kinderhilfe e.V. und infratest dimap - gemeinsam gegen die Realität</a></p> 
<p>Ich merke schon, ich ärgere mich zu viel über das alles. So eine satirische Verarbeitung hat doch was richtig Befreiendes!</p> 
            </div>
        </content>
        <dc:subject>aktivismus</dc:subject>
<dc:subject>blogging</dc:subject>
<dc:subject>überwachung</dc:subject>
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        <link href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/23-Stellungnahmen-der-Branchenverbaende-zu-Netzsperren.html" rel="alternate" title="Stellungnahmen der Branchenverbände zu Netzsperren" />
        <author>
            <name>High Tech Lowlife</name>
                    </author>
    
        <published>2009-05-21T20:27:00Z</published>
        <updated>2009-05-26T11:53:45Z</updated>
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        <title type="html">Stellungnahmen der Branchenverbände zu Netzsperren</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <p>Ich kann nur empfehlen, sich mal die <a href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a09/anhoerungen/21_Anhoerung/Stellungnahmen/index.html">Stellungnahmen</a> der Sachverständigen durchzulesen, die für die <a href="http://www.bundestag.de/aktuell/archiv/2009/24487981_kw22_wirtschaft/">Anhörung vor dem Wirtschaftsausschuss am 27. Mai</a> bisher vorliegen.</p> 
<p>Die Forderungen der Branchenverbände BITKOM und eco enthalten praktisch 1:1 die Kritikpunkte, die auch innerhalb der Netz-Community diskutiert werden, besonders diese:</p> 
<ul> 
<li> 
<div align="left"> Rechtsstaatliche Absicherung, z. B. durch Richtervorbehalt, ist in allen drei Dokumenten enthalten.</div> 
</li> 
<li> 
<div align="left">&quot;Löschen statt Sperren&quot; kommt bei eco als &quot;Subsidaritätsgrundsatz&quot;, beim BITKOM unter &quot;Begrenzung auf EU-Inhalte&quot;.</div> 
</li> 
<li> 
<div align="left">Personenbezogene Zugriffsprotokollierung wird von eco äußerst kritisch gesehen, BITKOM fordert ersatzlose Streichung.</div> 
</li> 
<li> 
<div align="left">Begrenzung auf kinderpornografische Inhalte - hier wird von beiden Verbänden gefordert, dies viel klarer zu machen, eine Ausweitung auf andere Inhalte also strikt auszuschließen.</div> 
</li> 
</ul> 
<p>Darüber hinaus haben die Verbände noch eine ganze Reihe weiterer Einwände und Forderungen, z. B. Dokumentationspflicht, Kapselung in eigenem Gesetz und Beachtung der Zuständigkeit der Länder.</p> 
<p>Es tut gut, so sachliche Auseinandersetzungen mit diesem Thema zu lesen, die hoffentlich mit Nachdruck in das Gesetzgebungsverfahren einfließen werden. Ich denke eben, dass sich ein Gesetz für Netzsperren auch sinnvoll gestalten ließe, wenn es schon nicht ganz verhindert werden kann, und die Stellungnahmen der Branchenverbände bringen genau die hierfür nötige Argumentation.</p>
<p><strong>UPDATE: </strong>(25.05) Inzwischen liegen weitere Stellungnahmen vor, u. a. von RA Dr. Frey, benannt als Sachverständiger von der SPD. Auch hier kommt sehr viel Kritik zum Ausdruck, es scheint also keinesfalls so zu sein, dass die SPD den Gesetzentwurf in der aktuellen Fassung so ohne weiteres mittragen will.<br /></p> 
            </div>
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<dc:subject>politik</dc:subject>
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        <link href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/22-Erstes-Zensurwarnsystem-verfuegbar.html" rel="alternate" title="Erstes Zensurwarnsystem verfügbar" />
        <author>
            <name>High Tech Lowlife</name>
                    </author>
    
        <published>2009-05-21T18:54:42Z</published>
        <updated>2009-05-22T11:15:22Z</updated>
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        <title type="html">Erstes Zensurwarnsystem verfügbar</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <p>Auf der &quot;<a href="http://lab.vollnhals.info/zensur/">Zensursalarm</a>&quot;-Website wird in Form einer funktionierenden Implementierung gezeigt, wie ein System aussehen kann, das einen Anbieter von beliebigen Webinhalten warnt, sobald die zugehörige Domain von einer Netzsperre erfasst wird. Als Vorlage diente die <a href="http://www.thomasmoehle.de/zensur/index.php/Datei:Netzsperren-Fruehwarnsystem.png">Beschreibung im Wiki des AK Zensur</a>. Zensursalarm demonstriert anschaulich einen der vielen Exploits, den die <strong>Kennzeichnung</strong> strafbarer Inhalte im Internet ermöglicht. Denn nichts anderes sind ja die umgebogenen DNS-Einträge, die Webnutzer auf eine Stoppschildseite verweisen. Ich hatte das u. a. schon im Artikel &quot;<a href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/7-Stoppschildprotokollierung.html">Stoppschildprotokollierung</a>&quot; angesprochen.</p> 
<p>Zensursalarm verleiht vor allem dem Argument Substanz, die Netzsperren würden effektive Strafverfolung eher behindern als fördern, denn ein solches Warnsystem wäre sicher attraktiv für kriminelle Anbieter strafbarer Inhalte und lässt sich dabei denkbar einfach bereitstellen.</p> 
<p>Das Ganze passt natürlich auch wunderbar zur aktuellen <a href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/19-Netzsperren-Umfragen-Reality-Check.html">Infratest-Umfrage von MOGIS</a>, die u. a. anderem davon ausgegangen ist, dass Sperren als &quot;flankierende Maßnahme&quot; sinnlos sind, weil sie den Ermittlungsdruck senken und den Tätern helfen, sich der Strafverfolgung zu entziehen.</p> 
<p>Sehr coole Aktion!</p> 
            </div>
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        <link href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/19-Netzsperren-Umfragen-Reality-Check.html" rel="alternate" title="Netzsperren-Umfragen: Reality Check" />
        <author>
            <name>High Tech Lowlife</name>
                    </author>
    
        <published>2009-05-21T13:52:00Z</published>
        <updated>2009-05-21T15:03:27Z</updated>
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        <title type="html">Netzsperren-Umfragen: Reality Check</title>
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                <p>Nachdem ich heute Nacht einen Artikel zu den Umfragen von Kinderhilfe und <a href="http://mogis.wordpress.com/">MOGIS</a> geschrieben hatte, in dem ich von ganz falschen Annahmen ausging, nehme ich jetzt mal einen zweiten Anlauf...<br /></p> 
<p>Als Antwort auf die <a href="http://www.infratest-dimap.de/umfragen-analysen/bundesweit/umfragen/aktuell/mehrheit-befuerwortet-sperrung-kinderpornografischer-seiten/">sehr problematische Umfrage der Kinderhilfe</a>, über die viel diskutiert wurde, gab es nun sozusagen die von <a href="http://mogis.wordpress.com/2009/05/17/wir-machen-jetzt-unsere-eigene-umfrage/">von MOGIS organisiert</a>e Gegenumfrage. <a href="http://www.zeit.de/online/2009/22/netzsperren-umfrage">Zeit Online berichtete</a>
über sie als erstes und exklusiv. Zunächst einmal muss ich sagen, dass
ich die Aktion wirklich gut finde, und sei es nur aus diesen Gründen:
Man kann an ihr gut sehen, wie vorsichtig man mit solchen
Umfrageergebnissen sein muss, wenn man wirklich wissen will, welches
Meinungsbild in der Öffentlichkeit herrscht, und sie hat das Potenzial,
einen ganz wichtigen Aspekt der Debatte stärker in die Öffentlichkeit
zu tragen, nämlich das Spannungsverhältnis zwischen &quot;Löschen&quot; und
&quot;Sperren&quot;.</p> 
<p>Nicht ganz nachvollziehen kann ich aber Darstellungen, nach denen das Ergebnis das <a href="http://netzpolitik.org/2009/umfrage-90-gegen-netz-sperren/">genaue Gegenteil</a>
der Kinderhilfe-Umfrage vom Wochenende sein soll. Ich finde die
Berichte über die MOGIS-Umfrage sowohl in der Online-Zeit als auch in
verschiedenen Blogs etwas verwirrend, will hier also sowohl
Fragestellung als auch Ergebnis noch einmal direkt von der
MOGIS-Website wiedergeben. Die scheint hierzu im Moment die
verlässlichste Quelle zu sein.</p> <br /><a href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/19-Netzsperren-Umfragen-Reality-Check.html#extended">"Netzsperren-Umfragen: Reality Check" vollständig lesen</a>
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        <link href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/17-Kinderhilfe-spricht-von-Schmutzkampagne.html" rel="alternate" title="Kinderhilfe spricht von &quot;Schmutzkampagne&quot;" />
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            <name>High Tech Lowlife</name>
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        <published>2009-05-18T19:05:09Z</published>
        <updated>2009-05-19T09:21:37Z</updated>
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        <title type="html">Kinderhilfe spricht von &quot;Schmutzkampagne&quot;</title>
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                <p>Auf ihrer <a href="http://www.kinderhilfe.de/aktuell.php?p=anzeigen&amp;id=195">Website</a> geht die Kinderhilfe ein wenig auf die Ereignisse der letzten Tage ein. Darauf, dass die Website am Wochenende Opfer eines <a href="http://evildaystar.de/2009/05/website-der-deutschen-kinderhilfe-gehackt/">Defacements</a> wurde, und auf die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Kinderhilfe">Verwerfungen</a>, von denen die Organisation im vergangenen Jahr betroffen war. (Man muss hier nicht mehr tun, als auf Wikipedia zu verlinken, denn diese Informationen scheinen&#160; bereits enzyklopädischen Status zu haben.)</p> 
<p><strong>Update: </strong>Die oben verlinkte Stellungnahme ist aktuell (18.05. 23:41) von der Website verschwunden. Was machen die da bitte?!</p>
<p><strong>Update 2: </strong>Meldung ist wieder online.<br /></p> 
<p>In dem Statement wird auch eine <a href="http://www.kinderhilfe.de/090515_FAQs_Stop_Kampagne.pdf">FAQ</a> verlinkt, die u. a. auf die im Raum stehenden Argumente gegen die Netzsperren eingeht. Dazu wird es vermutlich noch einiges an Feedback in der Blogosphäre geben, auch mir juckt es in den Fingern, zu den einzelnen Punkten etwas zu schreiben. Für's erste nur zu diesen:</p> 
<p>Punkt 6: Abgesehen von der reißerischen Sprache, der sich hier bedient wird, kann ich ich dem nur zustimmen. Ich habe schon vor ein paar Tagen meinem Ärger darüber <a href="http://blog.hightech-lowlife.org/archives/15-Infratest-Umfrage-zu-Netzsperren-Rant.html">Luft gemacht</a>, dass ich die Bezeichnung &quot;Kinderpornografie&quot; für ein absolutes Unwort halte, denn es geht vorbei am Grauen und Leid des Kindesmissbrauchs, der tatsächlich stattfindet.<br /></p> 
<p>Punkt 7: Hier nun die Antwort auf die Vorwürfe. Zunächst einmal brach ich doch sehr in unkontrollierbares Stirnrunzeln beim Durchlesen des <a href="http://www.kinderhilfe.de/www.n-tv.de_dpa_Meldung.pdf">PDFs</a> aus, das in dieser FAQ verlinkt ist. Soll das die Vertrauenswürdigkeit der Organisation untermauern? Ich frage mich ja fast, ob das ein Versehen sein kann. In der FAQ ist die Rede von einer &quot;dpa-Meldung vom 4. April&quot;, im PDF steht jedoch 4. Juni. Ob Versehen oder nicht, das scheint mir ein ziemliches Eigentor zu sein. (Oder vielleicht bin ich zu blöd das zu verstehen - immerhin, es kommen ja beide Seiten zu Wort in dieser Meldung? Egal.)</p> 
<p>Die &quot;Argumentation&quot; beruht ansonten auf dem schon bekannten Betonen, man erhielte halte keine staatlichen Zuschüsse und sei deshalb super unabhängig von der Politik undsoweiter. Statements und Positionen klingen dagegen eher nach einer der CDU zumindest sehr nahe stehenden Vereinigung, eine tolle Analyse dessen kann man beim <a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/536/deutsche-kinderhilfe-der-versuch-eines-konservativen-rollbacks">Spiegelfechter</a> lesen.</p> 
<p>Nun bin ich ja ein Mensch, der sich beim Bilden seiner Meinung wann immer möglich an nachprüfbare oder zumindest plausible Fakten hält. Ich war nicht dabei, als das alles letztes Jahr passiert ist, aber es wurde von reputablen Journalisten recherchiert, und deren Ergebnisse waren immerhin so stichhaltig, dass daraus auch richtig Konsequenzen gezogen wurden. Zu gern hätte ich Vergleichbares auf der Kinderhilfe-Website gelesen, finde aber kaum mehr als den eingeschnappten Verweis auf eine &quot;Schmutzkampagne&quot;.</p> 
<p>Das überzeugt mich nicht, und die Wiederholung der Leyenargumente zu den Sperren selbst (in der FAQ) tut ihr Übriges.</p> 
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